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Verzeichnis der Nachernte-Insekten

Erbsenkäfer

Wissenschaftlicher Name: Bruchus pisorum (L.)

Ordnung
Käfer
Klassifizierung
Primär
Inkubation bei 20 C
10-14 Tage
Inkubation bei 30 C
5-7 Tage

Beschreibung

Bruchus pisorum (L.), der Erbsenkäfer. Die Adulten sind kugelig-kompakt, 6–7 mm lang, mit verhältnismäßig langen Beinen. Die Flügeldecken sind verkürzt, erreichen nicht das Hinterleibsende und lassen die hinteren Tergite frei. Das Endtergit des Hinterleibs trägt ein deutliches Muster aus schwarzen und weißen Borsten. Am inneren ventralen Rand jedes Hinterschenkels (Metafemur) sitzt ein einzelnes Zähnchen. Die Larven sind weiß, weichhäutig und praktisch fußlos.

Erkennung

Die wichtigsten Anzeichen des Erbsenkäfers Bruchus pisorum (L.) in gelagerten Erbsen sind eindeutige Samenperforationen. Befallene Samen zeigen saubere, kreisrunde Ein- oder Ausfluglöcher, die von endophagen Larven beim Fraß in den Kotyledonen und später von austretenden Adulten verursacht werden. Innen sind die Kotyledonen tunnelförmig ausgehöhlt, mit glatten Fraßgängen und kompaktem, pulverigem Kot. Aufgespaltene Samen erscheinen teilweise oder vollständig leer. Partien können leichte, geschrumpfte Körner, verringerte Keimfähigkeit und gelegentlich lebende oder tote Bruchidenadulte enthalten. Zusammen bestätigen diese Merkmale einen Bruchidenbefall im Lager.

Schäden

Als primärer Bruchinenschädling gelagerter Leguminosen befällt diese Art Erbsen im Lager. Adulte und Larven sind endophag und verzehren die Kotyledonen innerhalb jedes Samens. Befallene Erbsen zeigen winzige Eiablage- oder Eintrittspunkte, und reife Adulte hinterlassen runde Ausflugslöcher von etwa 2,5 mm Durchmesser. Der Fraß höhlt das Korn aus, bis nur noch die Testa beziehungsweise Samenschale bleibt, wodurch leichte, perforierte und nicht keimfähige Samen entstehen.

Die Folgen sind starke Verluste an Trockenmasse und Hektolitergewicht, hohe Mengen an Feinteilen und pulverigem Kot sowie Kontamination mit Kot, Exuvien und Kadavern. Partien werden durch die charakteristischen runden Löcher sichtbar herabgestuft, und die Keimfähigkeit wird praktisch zerstört. Perforationen erhöhen den Feuchteeintritt, fördern Schimmelentwicklung und Fremdgerüche und können zu Verkrustung und Verderb führen. Bei starkem Befall können ganze Erbsenbestände nahezu zu Staub reduziert werden.

Umgebung

Bevorzugt blühende Erbsenfelder im gemäßigten Frühjahr. Adulte besiedeln das Blattdach und legen Eier auf grüne Hülsen; die Larven sind endophage Samenfresser. Ausfall-Erbsenbestände und gespaltene Erbsen erhöhen den Druck. Trockene, kühle Lager kann er nicht erneut befallen - Lagerung ist ein ungünstiger Lebensraum.

Befallene Produkte

Erbsen.

Lebenszyklus

Der Erbsenkäfer, Bruchus pisorum, vermehrt sich über einen endophagen Zyklus. Weibchen legen Eier auf Erbsenhülsen ab. Nach dem Schlupf bohrt sich die Junglarve durch die Hülsenwand und dringt in einen sich entwickelnden Samen ein, wo sie frisst und die Larvalentwicklung abschließt. Die Verpuppung erfolgt in situ im selben Samen, typischerweise in einer in die Keimblätter geformten Kammer. Der Adultkäfer (Imago) schlüpft anschließend, indem er ein sauberes, rundes Austrittsloch durch die Samenschale bohrt. Diese verborgene Entwicklung führt zu verstecktem Befall und beeinträchtigt die Unversehrtheit des Getreides während der Lagerung.

Geografische Verbreitung

Weltweit.

Ähnliche Arten

Bohnenkäfer (Acanthoscelides obtectus); chinesischer Bohnenkäfer, auch Adzukibohnenkäfer genannt (Callosobruchus chinensis).

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